Frauen, die gerne Handarbeiten anfertigen, versorgen oft nicht nur ihre Familie mit selbstgemachten Stücken, sondern nutzen ihre Geschicklichkeit, um sich etwas Geld zusätzlich zu verdienen. Mit dem Fotobuch haben sie die Möglichkeit, eine Art Katalog zu entwickeln, mit dessen Hilfe man als potentieller Käufer viel leichter aussuchen und beschreiben kann, was man anfertigen lassen möchte. Natürlich wird es eine Zeit dauern, bis so ein Fotobuch auch wirklich fertig ist. Konstantes Fotografieren aller fertig gestellten Handarbeiten ist hier ebenso Voraussetzung, wie der Wille, auch wirklich mit dieser Arbeit Geld verdienen zu wollen. Zunächst wird es ein einzelnes Fotobuch sein, in dem man seine Arbeiten präsentiert, doch nach einer Zeit wird man feststellen, dass man schon nach Thematik sortieren muss, um ein übersichtliches Angebot gestalten zu können.
Das Fotobuch mit dem Thema Häkeln wird vieles an verschiedenen Stücken zur Auswahl anbieten. In filigraner Kleinarbeit stellt manche begabte Frau Hier die tollsten Tischdecken und Läufer her. Um etwas Abwechslung in die Vorlagen zu bekommen, kann man jeweils ein anderes Muster abfotografieren. Eine Idee ist es auch, einmal das gesamte Kunstwerk abzubilden, und gleich passend dazu noch einen Nahaufnahme anzufertigen. Topflappen, Wandbilder, Kleidungsstücke und natürlich die obligatorischen Baby-Mützen oder Jäckchen, die man selbst gemacht hat, ergeben somit einen Katalog, mit dem man sich durchaus sehen lassen kann.
Das Stricken ist nicht jedermanns Sache. Wer es schnell und gut beherrscht, wird bestimmt Abnehmer finden, die selbst nicht über diese Fingerfertigkeit verfügen, jedoch selber gerne selbst gestrickte Pullover, Jacken oder ähnliches besitzen würden. Auch hier gestaltet man am besten ein Fotobuch, in dem man alle seine bisher angefertigten Werke als Fotografie vorweisen kann, um den Kunden einen Anhaltspunkt bieten zu können, wie das von ihnen bestellte Maschenwerk einmal aussehen soll. Im Bezug auf die farblichen Kombinationen der Wolle, dass gestrickte Muster, den Kragen und Verzierungen kann man hier anhand von Fotos genau beschreiben, was man als Kunde gerne möchte beziehungsweise, was man als Strickerin anbieten kann.
Nicht alle Fotos, die die Menschen knipsen, landen in einem Fotobuch. Mit Kusshand kaufen manche Leute Gobelins, die nach ihren eigenen Motiven angefertigt werden. Das Porträt von Enkelsohn, das neue Auto und viele andere Vorlagen geben die Kunden bei versierten Stickerinnen ab, um daraus ein Wandbild in unterschiedlicher Größe anfertigen zu lassen. Es ist eine Heidenarbeit, einen solchen Gobelin zu sticken, nicht jeder findet die Geduld dazu. Sicher wird auch eine professionelle Handarbeitskraft Nicht jede Stunde, die sie an dem Werk sitzt, bezahlt bekommen, dennoch kann sie jedes dieser Werke in ihrem eigenen Katalog aufnehmen, um anderen Kunden zu zeigen, was sie alles kann.
Sogar Werke aus der Serviettentechnik finden ihren Platz im Fotobuch, welches im Nähzimmer ausliegt, damit sich neue Kunden ein Bild davon machen können, was die Künstlerin alles anbieten kann. Durch die Software von kann man das Fotobuch auch gleich mit Preisen versehen, wenn man dies möchte. Eine andere Möglichkeit ist es, einfach ein Blatt Papier auszudrucken, auf dem Stunden- oder Stück-Preise verzeichnet sind. So kann man den Fotobuch Katalog auch einmal durch den Bekanntenkreis reichen, oder es in einem Geschäft im Ort auslegen, um neue Kunden zu gewinnen.
Ganz gleich, ob man sich aufs Basteln oder kleinere Werkarbeiten spezialisiert hat, das Fotobuch ist nicht nur eine gute Werbung, sondern auch bestens dazu geeignet, den Umsatz anzukurbeln. Wichtig ist nur, dass die Fotos gut zeigen, was für die Kunden interessant sein könnte. Alles Weitere ergibt sich dann im persönlichen Gespräch, denn jeder hat andere Wünsche, jeder Mensch eine andere Größe oder eine andere Vorstellung von dem, was hier fertiggestellt werden soll. Wie bei jedem anderen Unternehmen auch gehören Fleiß und Durchhaltevermögen dazu, wenn man mit einem Talent Geld verdienen möchte.